Betriebsjubiläen langjähriger Mitarbeiter sind im Alltag des Lohnbüros gar nicht so selten. Doch nach der Abrechnung stellt sich bei den Betroffenen oft Frust ein. Denn: Der Jubiläumsfreibetrag fiel schon 1999 dem Rotstift des Gesetzgebers zum Opfer. Der aktuelle Praxisfall zeigt Ihnen, wie Sie Jubiläumszuwendungen finanzamtssicher abrechnen.

Im Lohnbüro kommt immer wieder die Frage: Was können wir den Arbeitnehmern beim Firmenjubiläum oder dem einzelnen Arbeitnehmer beim Betriebsjubiläum steuer- und sozialversicherungsfrei zuwenden?
Dabei müssen Sie zunächst die Fragen klären: Ist die 44 €-Sachbezugs-Grenze bereits mit Sachgeschenken oder Benzingutscheinen ausgeschöpft? Oder hat der Arbeitgeber an die Möglichkeit der betrieblichen Altersversorgung für seine Arbeitnehmer gedacht?
Ist dies der Fall, bleibt doch nur die Brutto-Abrechnung einer Jubiläumszuwendung – damit befasst sich der folgende Praxisfall.


Der Fall


Claus Clever feiert im Oktober 2011 sein 25-jähriges Betriebsjubiläum. Der Arbeitgeber gewährt ihm zu diesem Anlass eine Sonderzahlung in Höhe von 500 €.

DATEV-Lohnart 4210

Für die Jubiläumszuwendung ist die Lohnart 4210 die richtige. Die Versteuerung läuft als mehrjähriger Bezug und die Sozialversicherung auch als jährliche Sonderzahlung.

Lohnsteuer

Mit der Lohnart 4210 wendet das DATEV-Lohnprogramm automatisch die Fünftelregelung (siehe Ausgabe 06/2005) an. Auf der Lohnabrechnung steht entsprechend der Buchstabe M für mehrjährigen Bezug. 1 Die Lohnsteuer wird so berechnet, dass der Bruttobetrag durch 5 geteilt wird und dann die Lohnsteuer, die sich bei diesem Betrag ergibt, mit 5 multipliziert wird und in dieser Höhe ausgewiesen wird.
Das Lohnprogramm startet automatisch eine Vergleichsberechnung. Sie bekommen eventuell den Fehlerhinweis:
Sie haben im Monat 10/2011 einen mehrjährigen Bezug erfasst, der eigentlich nach der Fünftelregelung versteuert werden soll.

 
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