Seit Januar 2011 gilt die Änderung im Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG). Sie betrifft die Anträgeauf Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen an die zuständige Krankenkasse bzw. die Minijob-Zentrale. Die neue Regelung sieht die elektronische Übermittlung der Daten direkt aus den Lohnabrechnungsprogrammen vor. Unser aktueller Praxisfall zeigt Ihnen, wie Sie dabei am bestenvorgehen.

Der Gesetzgeber hat im Lohnbereich ständig Überraschungen bereit. Den U1- und U2-Antrag müssen Sie ab dem 01.01.2011 maschinell über das Lohnprogramm bzw. über www.sv-net.de abgeben. Im vergangenen Jahr war diese Möglichkeit noch optional. Das Fatale: Die Krankmeldungen der Ärzte erfolgen weiterhin auf altmodische Weise auf Papier. Der Arzt füllt das Formular per Hand oder mit Hilfe seines PCs aus, händigt es dem Arbeitnehmer aus und dieser schickt es auf dem Postweg an seine Krankenkasse.
Da wäre also noch Verbesserungsbedarf – vor allem, da die Daten der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sich oft nur erraten lassen, umständlich kopiert werden müssen und per Fax-Versand meist auch unleserlich beim Empfänger ankommen.


Leser-Service


In der Ausgabe 14/2010 des Lohnund Gehaltsprofi finden Sie weitere Informationen zur maschinellen U1-/U2- Meldung. Sollten Sie die Ausgabe nicht zur Hand haben, können Sie sie kostenlos aus unserem Heftarchiv im Internet unter www.lohn-und-gehaltsprofi.de herunterladen.
Achtung! Die elektronischen Erstattungsanträge dürfen nur durch eine gesicherte und verschlüsselte Datenübertragung aus systemgeprüften Lohnprogrammen oder mit Hilfe zugelassener maschineller Ausfüllhilfen (sv.net) übermittelt werden.
Für die maschinellen Erstattungsanträge ist der neue Datensatz „Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen“ (DSER) vorgesehen. Dieser ist in den Lohnprogrammen durch entsprechende Software-Updates vorhanden. Einen Antrag zur Teilnahme am maschinellen Erstattungsverfahren ist nicht erforderlich.
Der DSER enthält die Datenbausteine

  • Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen Arbeitsunfähigkeit (DBAU),
  • Erstattungen der Arbeitgeberaufwendungen Beschäftigungsverbot (DBBT),
  • Erstattung des Arbeitgeberzuschusses Mutterschaft (DBZU),
  • Bankverbindung (DBBV), Name (DBNA) sowie Anschrift (DBAN).

 
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