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Meist dreißig Tage Urlaub und bis zu 2.023 € extra für die Urlaubskasse. In Krisenbranchen fällt das Urlaubsgeld dagegen meist geringer aus, so eine aktuelles Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.
Die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben bis zu dreißig Tage Urlaub und erhalten Urlaubsgeld – einen Rechtsanspruch gibt es darauf allerdings nur, wenn die Tarifverträge entsprechende Regelungen vorsehen. Die Höhe der tariflich vereinbarten Urlaubsextras fällt je nach Branche sehr unterschiedlich aus: Zwischen 155 € und 2.023 € bekommen Beschäftigte in der mittleren Lohn- und Gehaltsgruppe in diesem Jahr als tarifliches Urlaubsgeld (ohne Berücksichtigung von Zulagen/ Zuschlägen, bezogen auf die Endstufe der Urlaubsdauer). Das zeigt die aktuelle Auswertung für 22 Wirtschaftszweige, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung jetzt vorgelegt hat.
22 Wirtschaftszweige untersucht
Am wenigsten Geld für die Urlaubskasse bekommen Beschäftigte in der Landwirtschaft und im Steinkohlebergbau. Die höchsten Zahlungen erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer u. a. in der Holz- und Kunststoffverarbeitung, in der Druckindustrie sowie in der Metallindustrie. Verglichen mit 2009 ist das tarifliche Urlaubsgeld in 13 der untersuchten Branchen gleich geblieben, in neun Bereichen dagegen angestiegen, zum Beispiel:
In der Metallindustrie in Nordwürttemberg/ Nordbaden erhalten die Beschäftigten ein Plus von 35 € (1.746 €). In Sachsen steigt der Betrag um 32 € auf 1.549 €.
In der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie Westfalen-Lippe gibt es für die Angestellten mit 2.023 € insgesamt 30 € mehr als im Vorjahr, bei den Arbeiter/innen sind es 25 € mehr (auf 1.710 €).
In der Druckindustrie beträgt das Plus für die Arbeiter/innen in West und Ost gleichermaßen 33 € (auf 1.701 €).
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